Ein Konzertabend zum Thema Liebe

„Mathmann sang mit Leichtigkeit. In virtuosen Bewegungen der Melodien erreichte er jeden Ton mühelos. “
Dürener Nachrichten, km - 25.01.2018

Damals wie heute, in allen Stilrichtungen von Klassik bis Rock – die Liebe ist ein zentrales Thema der Musik. Einen Blick zurück zu den Liebeskantaten von Antonio Vivaldi, Alessandro Scarlatti und Johann Christoph Pepusch eröffneten die Künstler rund um den Sopranisten Philipp Mathmann jetzt den Zuschauern in der Fabrik für Kultur und Stadtteil „Becker & Funck“. Begleitet wurde der Sänger vom „Barock-Trio Köln“ mit Darja Großheide an Travers- und Blockflöte, Doris Runge am Violoncello und Markus Märkl am Cembalo.

Das Konzert mit dem Titel „Ardo, é ver, per te d‘amore“, zu Deutsch „Vor Liebe brenne ich zu dir“, benannt nach einer Kantate von Alessandro Scarlatti, fand im Rahmen der Reihe „Tonspuren“ statt. Einmal im Monat bringt der Kunstförderverein Kreis Düren außergewöhnliche alte Musik auf die Bühne. Liebeskantaten mit männlichen Sopranisten, wie sie von den Komponisten zu dieser Zeit beabsichtigt waren, gibt es heute in der Form kaum noch.

Countertenor nennt man Männer, die durch eine besondere Technik mit ihrer Kopfstimme sogar die Höhe des Soprans erreichen können. Mathmann schaffte dies mit Leichtigkeit. In virtuosen Bewegungen der Melodien erreichte er jeden Ton mühelos. Im Dialog mit der Flöte entstand ein harmonischer Klang. Die gefühlvolle Darbietung sorgte dafür, dass auch ohne die Texte mitzulesen das Liebesthema und die Inhalte klar zu spüren waren. Ergänzt durch Soli der einzelnen Musiker entstand so ein abgerundetes Konzert, das für die Zuschauer die Chance bot, diese besondere Form der Musik zu entdecken. (km)