Stehender Applaus zum Finale

„Mathmann zog die Zuhörer in seinen Bann. “
Dr. Hans Joachim Wensing, Ruhr Nachrichten - 05.06.2012
„Mathmanns Klangfülle und die Wandlungsfähigkeit seiner Stimme würde in besonderem Maße im Salve Regina von G. B. Pergolesi deutlich. Er brillierte in diesem mehrsätzigen Werk durch die Darstellung der gegensätzlichen Affekte. “
Dr. Hans Joachim Wensing, Ruhr Nachrichten - 05.06.2012

von Dr. Hans Joachim Wensing, Ruhr Nachrichten – 05.06.2012

Philipp Mathmann, Soprano/Countertenor, und Jan Croonenbroeck an der Orgel gäben zum Abschluss des „Day of Song“  ein barockes Konzert von Monteverdi bis Bach in der St. Christophorus-Kirche.

Werne. Zum Abschluss des „Day of Song“ ist am Sonntag in der Werner Christophorus-Kirche ein besonderes Konzert erklungen. Zu Gast waren der Sopranist Philipp Mathmann und der Organist Jan Croonenbroeck.

Philipp Mathmann gehört zu den zu den weltweit wenigen Männer, die in dieser, hohen Lage singen, und hatte Arien und Kantatensätzen des 16. bis 18. Jahrhunderts ausgewählt. Jan Croonenbroeck ergänzte das Programm um Orgelwerke aus dem gleichen Zeitraum.

Den Rahmen bildete – passend zum Trinitatisfest – J.S. Bachs großes Präludium und (Dreifaltigkeits)-Fuge in Es Dur (BVW 552). Croonenbroeck musizierte mit Verve, Temperament und viel Gespür für die Klangmöglichkeiten der Orgel. Anschließend zog Mathmann die Zuhörer in seinen Bann. Er interpretierte Werke von Schütz und Grandi, die sich als musikalische Kleinodien entpuppten. Die Klangfülle und Wandlungsfähigkeit seiner Stimme würde in besonderem Maße im Salve Regina von G.B. Pergolesi deutlich. Mathmann brillierte in diesem mehrsätzigen Werk durch die Darstellung der gegensätzlichen Affekte. Zuvor hatte Croonenbroeck an der Truhenorgel mit einem Ricercar von A. Gabrieli, demonstriert, wie faszinierend die italienische Orgelmusik des 16. Jahrhunderts dargestellt werden kann.

G. F. Händel war der zweite Teil des Konzerts gewidmet. Virtuos präsentierte Croonenbroeck zwei Sätze aus dessen Orgelkonzert in d-Moll, op. 7 Nr. 4. Anschließend trug Mathmann bravourös zwei Arien aus dem Messias vor, die durch die Eindrücklichkeit seiner Gestaltung bestachen.

Stehender Applaus, der in zwei Zugaben mündete, war der Dank des Publikums für eine hervorragende Leistung der beiden Künstler.