„Symphonia Nova“ schuf bezaubernde Atmosphäre

Symphonia Nova schuf bezaubernde Atmosphäre „… Philipp Mathmann (Soprano), bei dessen Gesang sich die Konzertbesucher davon überzeugen konnten, dass er zu Recht als „junges Gesangswunder“ bezeichnet wird.“
Sunhild Salaschek, Ibbenbürener Volkszeitung - 10.11.09
„… Philipp Mathmanns leuchtende Sopranstimme schwebte – unterstützt von der günstigen Akustik – durch den Kirchenraum. Er harmonierte perfekt mit der warmen Altstimme von L. . Gemeinsam sorgten sie dafür, dass den Hörern die wehmütige ernste Stimmung unter die Haut ging.“
Sunhild Salaschek, Ibbenbürener Volkszeitung - 10.11.09

Ibbenbüren. – Die große Mauritiuskirche war gut gefüllt: Ein Beweis dafür, dass sich das Publikum viel versprach. Und die Erwartungen wurden mit einem fantastischen Konzert des jungen Kammermusikensembles „Symphonia Nova“ belohnt.

Die Gruppe wurde vor einem Jahr gegründet und setzt sich aus Studierenden verschiedener Fachbereiche der Universität Münster zusammen. Das Konzert in Ibbenbüren ist der Vermittlung von Ben Sahlmüller zu verdanken, den das Publikum schon als „kleinen Jungen mit dem großen Kontrabass“ kannte, der die Wettbewerbe von „Jugend musiziert“ stets glanzvoll absolvierte. Inzwischen hat er sich mit gleichgesinnten und ebenso qualifizierten jungen Leuten zu einem Ensemble zusammengefunden, das sich überwiegend der älteren Musik widmet.

In Münster legte er gemeinsam mit Harduin Boeven, dem Organisten und Leiter des Ensembles, sowie mit dem Cellisten Benedkit Kleineidam das musikalische Fundament. Den Anstoß zum Zusammenschluss der Kammermusiker gab Philipp Mathmann (Soprano), bei dessen Gesang sich die Konzertbesucher davon überzeugen konnten, dass er zu Recht als „junges Gesangswunder“ bezeichnet wird. Ihm zur Seite standen beim Konzert in Ibbenbüren Daniel Lager (Altus) sowie Britta Schuhknecht (1. Violine), Benjamin Warlich (2. Violine), Katharina Dany (Viola) und die oben aufgeführten Instrumentalisten.

Das Konzert begann mit dem „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi als Hauptstück des Abends. Dabei betonte die Aufführung in der kleinen Besetzung die Zartheit und Intimität der Marienkomposition.

Dass Sopran und Alt von Männern gesungen wurde, entsprach zwar der ursprünglichen Aufführungspraxis, ist aber für heute außerordentlich Aufsehen erregend und war nur aufgrund Mathmanns seltener Sonderbegabung möglich. Seine leuchtende Sopranstimme schwebte – unterstützt von der günstigen Akustik – durch den Kirchenraum. Er harmonierte perfekt mit der warmen Altstimme von Lager. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass den Hörern die wehmütige ernste Stimmung unter die Haut ging. Ebenso hervorragend war das feinsinnige Miteinander von Sängern und Instrumentalisten. Mit minutiösen Tempowechseln sorgte Boeven dafür, dass der einheitlichen elegischen Komposition stets die Spannung erhalten blieb.

Anschließend – aus den Fesseln der Begleitung entlassen – boten die Instrumentalspieler eine wunderschöne volltönende Interpretation von Tomaso Albinonis „Adagio“. Nach dieser kurzen Atempause überzeugten alle Musiker – nun ergänzt von den gut disponierten Sängern Nik Kevin Koch (Tenor) und Sangywoon Park (Bass) mit Joseph Haydns „Salve Regina“.

Mit lang anhaltendem Beifall, mit Standing Ovations, dankte das begeisterte Publikum für ein wunderbares Konzert, bei dem vor allem im „Stabat Mater“ eine dichte, bezaubernd sensible Atmosphäre herrschte. Sunhild Salaschek, IVZ – 10.11.09